Ein Unternehmer muss unternehmen

„Wenn irgendetwas ist, komm gerne zu mir. Ich helfe dir“, hört man Theo Hillebrandt auf dem Weg in den Besprechungsraum zu einem seiner Mitarbeiter sagen. Zum Interview hat er in sein Unternehmen eingeladen. Im großen Besprechungsraum bei geöffnetem Fenster sitzen wir – wie in diesen Zeiten üblich – auf Abstand. An den Wänden hängen zahlreiche Auszeichnungen, u. a. für das Engagement in Grevens Stadtentwicklung sowie einige historische Bilder. Seit 1930 besteht das Unternehmen, das aus einer Schmiede hervorgegangen ist – vor 90 Jahren. Doch gefeiert wird das Jubiläum in diesem Jahr nicht. „Nein, nicht wegen Corona“, erklärt Theo Hillebrandt, der das Unternehmen in der dritten Generation führt, auf Nachfrage, sondern kündigt stattdessen an: „Wir feiern die 100 Jahre“.

Erlebt hat das Unternehmen in dieser Zeit einiges. Allein dreimal ist es innerhalb von Greven bereits umgezogen. 2008 wurde der Firmensitz an der Mergenthalerstraße 43 bezogen. Von den inzwischen 105 Mitarbeitern blicken viele auf eine Betriebszugehörigkeit von 25 bis 30 Jahren zurück. Insgesamt sei das Team aber jung und Fluktuation gäbe es kaum, betont Theo Hillebrandt, selbst gebürtiger Grevener.

Europaweit im Einsatz

Bekannt ist das Grevener Unternehmen vor allem für die beiden Geschäftsfelder Stahlbau und Behälterbau. Im Behälterbau stattet die Hillebrandt GmbH ganze Kommunen aus und kooperiert mit einem niederländischen Unternehmen. So stammen beispielsweise die meisten Unterflurbehälter in Amsterdam, Den Haag und Eindhoven aus Greven – daran werden Sie vielleicht denken, wenn Sie beim nächsten Besuch in den Niederlanden ihren Müll in der Fußgängerzone entsorgen. Von Skandinavien bis in den spanischen Mittelmeerraum sind die Unterflurbehälter europaweit im Einsatz. Beim Stahl- und Fassadenbau fokussiert sich das Unternehmen auf Projekte innerhalb Deutschlands und überzeugt mit individuellen Stahlbaukonstruktionen und anspruchsvollen Metallbauarbeiten.

Erst gestern war Theo Hillebrandt in Berlin und direkt nach unserem Gespräch geht es weiter nach Stuttgart. Er fährt fast alle Strecken mit dem Auto und nutzt die Fahrtzeit oft zum Telefonieren. Den heimischen FMO nutzt der Unternehmer für seine Geschäftsreisen nur für Zubringerflüge nach Frankfurt und München. Die Luftfracht spiele für sein Unternehmen jedoch keine Rolle: „Stahl ist schwer, der kommt hier LKW-weise rein.“ Lediglich seine Monteure würden immer mal wieder per Flugzeug auf die Großbaustellen geschickt. Für ein Projekt in München gab es wochenlang die Anreise per Flugzeug – statt mit dem Sprinter.

Neue Spezialisierung: Textilfassaden

Dem kommenden Jahr blickt Theo Hillebrandt positiv entgegen: „Wir sind guter Dinge und wachsen stetig“. Von Corona sei seine Branche nicht direkt betroffen. Es habe keine großen Einschränkungen im Unternehmensalltag gegeben. Mit versetzten Arbeits- und Pausenzeiten sowie Homeoffice könne man sehr gut leben – da seien andere Unternehmen ganz anders betroffen. Doch so sei der Lauf der Dinge, einige profitieren, andere suchen Arbeit. Als Unternehmer dürfe man sich nicht ausruhen und sein 2 Unternehmen verwalten. „Ein Unternehmer muss unternehmen“, betont Theo Hillebrandt aus voller Überzeugung. Er selbst hat vor vier Jahren ein neues Geschäftsfeld aufgetan: Textilfassaden. Allerdings nicht ganz freiwillig, da die Textilfassade unverhandelbarer Bestandteil einer Ausschreibung für einen Großauftrag gewesen sei. „Da wurden wir zu unserem Glück gezwungen und konnten unsere Stärken ausspielen: Die Qualifikation haben wir im Haus – von der Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage. Nur das Gewebe muss zugekauft werden“, erklärt er. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schüco aus Bielefeld realisiert die Hillebrandt GmbH seitdem modernen Textilfassadenbau und ermöglicht völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten von Fassaden mit Licht, Form und Farbe. Funktional und nachhaltig sind die neuen Gewebefassaden ebenfalls und ein Trend in der Architektur von Großprojekten. Aktuell bespannt das Unternehmen die Fassaden des Zebras – einem außergewöhnlichen Gebäudekomplex an der Europaallee in Frankfurt, der aufgrund seiner schwarz-weißen Optik so genannt wird.

„Greven ist eine ehemalige Textilstadt. Da ist es schon besonders, wenn wir als Grevener Unternehmen hier wieder Textilgewebe verarbeiten, allerdings auf eine ganz neue Art und Weise“, freut sich Theo Hillebrandt auf das, was für sein zukunftsträchtiges Unternehmen noch kommt.

Mehr Informationen unter www.hillebrandt-stahlbau.de

GESCHÄFTSFÜHRER
DIPL.-ING. THEO HILLEBRANDT

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